2011 erschienen:
Nora Hoffmann: Photographie, Malerei und visuelle Wahrnehmung bei Theodor Fontane. Berlin 2011 (Schriften der Theodor Fontane Gesellschaft, Bd. 8).
Dass Gemälde, Spiegel und Fensterblicke in den Romanen des Kunstkenners Fontane zentrale Funktionen erfüllen, zählt zum Forschungskonsens. Bisher außen vor geblieben ist dabei jedoch die Rolle der Photographie, die immerhin als bedeutendstes Bildmedium des 19. Jahrhunderts gilt und einschneidende Wahrnehmungsveränderungen mit sich brachte. Diese Lücke schließt nun die erste umfassende medienästhetisch ausgerichtete Studie zum Themenkomplex Bilder und Visualität bei Theodor Fontane.Neben dem kontrastiven Einsatz der Bilder, die erst in der historischen Einbettung angemessen als literarische Motivegewürdigt werden können,widmet sich die Studiean Bildern geschulten Wahrnehmungsweisen bei Fontane.Die Untersuchungweist in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg verschiedene bildanaloge Seh- und Beschreibungsarten Fontanes nach und zeigt anhand ausgewählter Romane (Cécile, L’Adultera, Effi Briest, Mathilde Möhring), wiesich seinedurch die Bildmedien angeregte Reflexion über die Unzuverlässigkeit und Subjektivität der menschlichen Wahrnehmung in der differenzierten Gestaltung der Sehweisen seiner Figuren widerspiegelt.
Fontane und Italien. Frühjahrstagung der Theodor Fontane Gesellschaft e.V., Mai 2009 in Monópoli (Apulien). Hrsg. von Hubertus Fischer und Domenico Mugnolo. Würzburg 2011 (Fontaneana, Bd. 9).€ 26,--
Kurzinhalt: H. Fischer / D. Mugnolo: Fontane und Italien – S. Bortoli: Fontane ins Italienische übersetzen – C. Buffagni: Weibliche und männliche Dienerfiguren im Stechlin: Soziale Identitäten und Kommunikation – G. Catalano: Fontanes italienischer Kunstatlas – G. Cermelli: „Ein Charakterbild in Miniatur“: Paul Heyse und die italienische Volkspoesie – M. Cottone: Fontane und der Katholizismus: Italienische Kunst und Frauengestalten – E. Fiandra: Flitterwochen in Italien - Zur kulturellen Semantik der Hochzeitsreise – L. Grevel: Italien in der Prosa Fontanes: Vom (post)romantischen zum zeitkritischen Bild des Landes in Fontanes Romanen – A. Larcati: Ekphrasis bei Fontane und M.L. Kaschnitz: Zur Tintoretto-Rezeption in der deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts – D. Mugnolo: Theodor Fontanes italienische Reisen im Lichte der Wandlung des deutschen Italienbildes im 19. Jahrhundert – G. Tateo: Spuren einer Italien-Rezeption im Erzählwerk Ferdinand von Saars – S. Vitz-Manetti: Hochzeitsreise nach Italien in Fontanes Romanwerk: Auftakt zum Glück oder „Aktionsfeld für die Heimtücken des Schicksals“? Die Herausgeber Hubertus Fischer, Professor em. für Ältere deutsche Literatur an der Leibniz Universität Hannover, war 2002-2010 Vorsitzender der Theodor Fontane Gesellschaft. Domenico Mugnolo ist Professor am Dipartimento di Lettere Lingue Arti, Univertsità degli Studi di Bari.





