Die Bayerische Sektion der Theodor Fontane Gesellschaft mit ihrem Sitz in München wurde 1996 von Dr. Stefan Janson gegründet. Sie bemüht sich um einen interdisziplinären Dialog zu Fontanes Epoche, Persönlichkeit, Werk und Wirkung auf regionaler und überregionaler Ebene, insbesondere im Rahmen von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen.
Inzwischen hat sich seit Entstehen eine konstante "Gemeinde" gebildet, die mit Interesse die Veranstaltungen wahrnimmt. Spürbar ist ohne Zweifel, dass die südliche Region Deutschlands ein deutlich distanzierteres Verhältnis zu Theodor Fontane bezieht. Den Ansprüchen der kulturellen Metropole München hat die hier angesiedelte Sektion im Niveau ihrer Veranstaltungen zu entsprechen, wenn sie überleben will, d. h. wenn sie Fernstehende ansprechen möchte.
Hier bewährt sich insbesondere die Chance, herausragende kulturelle Angebote in München mit den Interessen einer Fontane-Sektion in Verbindung zu bringen. Vor diesem Hintergrund sind inzwischen einige Anknüpfungspunkte aufgegriffen worden, wie etwa im Frühjahr 1999 die Ausstellung "Theodor Fontane und die Bildende Kunst" oder auch August Everdings Inszenierung von Rolf Hochhuths Monolog "Effis Nacht".
Höhepunkt der Sektionsarbeit war im Fontane-Gedenkjahr ein Symposion, das von dem Heidelberger Ordinarius für Neuere Deutsche Literatur, Professor Dr. Dieter Borchmeyer, und dem Münchner Romanisten Professor Dr. Rainer Warning bestritten wurde. Münchner Künstler werden angeregt, sich mit dem Werk Fontanes zu befassen. Besondere Beachtung fand in diesem Zusammenhang eine Lesung mit der Münchner Schauspielerin Doris Schade. Die Künstlerin war mit dem hierfür eigens zusammengestellten Programm mehrfach in Deutschland zu hören unter anderem auch am Hamburger Thalia-Theater. Zu Gast war auch der Münchner Film- und Theaterregisseur Eberhard Itzenplitz.
Beiträge aus den Reihen der Mitglieder der Sektion sind ausdrücklich willkommen, darunter Lesungen aus eigenen Publikationen oder auch der Vortrag neuer Forschungsergebnisse. Die Veranstaltungen der Sektion stehen grundsätzlich allen Interessierten offen und werden regelmäßig in den Veranstaltungshinweisen der Presse bekanntgegeben.
Kontakt: Werner von Stegmann über die Geschäftsstelle der Fontane-Gesellschaft in Neuruppin.



