Theodor Fontane Gesellschaft e.V.

 



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Schriftenreihe der Theodor Fontane Gesellschaft

 

Die "Schriften der Theodor Fontane Gesellschaft" erscheinen seit 1996 im Verlag de Gruyter Berlin. Die einzelnen Publikationen können den Mitgliedern der Gesellschaft zu einem ermäßigten Preis angeboten werden. Näheres darüber über die Geschäftsstelle.

 

Bisher sind sechs Bände erschienen:

 

► Band 6:

Gottfried Keller und Theodor Fontane. Vom Realismus zur Moderne.
Hrsg. von Ursula Amrein und Regina Dieterle. Berlin 2008 (Schriften der Theodor Fontane Gesellschaft Bd. 6)

Gottfried Keller (1819-1890) und Theodor Fontane (1819-1898) gehören zu den wichtigsten Autoren des Realismus. Die vergleichende Lektüre ihrer Werke vermittelt beispielhaft Einblick in die künstlerischen Positionen und ästhetischen Verfahren, die das Schreiben in der nachrevolutionären Konstellation von 1848 bis zur Ausdifferenzierung der Moderne um 1900 prägten. Die wechselseitige Erhellung vermag zugleich, die beiden Autoren in den Eigenheiten ihrer Schreibweise, in ihren je besonderen biographischen und politischen Zusammenhängen erkennbar zu machen. Der Band versammelt die Beiträge des internationalen Symposiums, das die Theodor Fontane Gesellschaft und die Gottfried Keller-Gesellschaft 2006 in Zürich veranstalteten..

 

 

► Band 5:

Theodor Fontane – Bernhard von Lepel, Der Briefwechsel.
Kritische Ausgabe. Hrsg. von Gabriele Radecke. Berlin/New York 2006 (Schriften der Theodor Fontane Gesellschaft Bd. 5)

Der Briefwechsel zwischen Theodor Fontane und Bernhard von Lepel ist die wichtigste Quelle für die Kenntnis des jungen Fontane. Er umfaßt 409 Briefe von 1844 bis 1884 und enthält darüber hinaus noch Nachweise über 122 erschlossene Briefe Fontanes und Lepels. Die Briefe bieten Einblicke in das gesellschaftliche, literarische, politische und kulturelle Leben in Berlin um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts.
Die erstmals kritisch nach den Handschriften edierten Briefe werden ergänzt durch weitere Briefe an Emilie Fontane und an Anna von Lepel sowie durch literarische und journalistische Beiträge der beiden Freunde. Der umfangreiche Kommentar gliedert sich in einen Anmerkungsteil und in erläuternde Personen-, Periodika- und Werkregister. Für den quellengestützten Einzelstellenkommentar, der biographische, literarische, historische und sachliche Informationen enthält, sind neben der Forschungsliteratur auch unveröffentlichte Archivalien genutzt worden. Das Nachwort gibt eine Einschätzung der Bedeutung des Briefwechsels.

 

► Band 4:

Theodor Fontane und Martha Fontane. Ein Familienbriefnetz.
Hrsg. von Regina Dieterle. Berlin/New York 2002 (Schriften der Theodor Fontane Gesellschaft Bd. 4)

Zu den bedeutendsten Briefen Theodor Fontanes zählen die Briefe an die Tochter Martha. Die neu kommentierte kritische Briefedition versammelt erstmals alle nachgewiesenen 176 Briefe Theodor Fontanes an seine Tochter Martha und macht die 91 vergriffenen Briefe der Tochter an die Eltern wieder zugänglich.
Der chronologisch geordnete Briefwechsel, dem auch Briefe beigefügt sind, die die Tochter nach dem Tod ihres Vaters schrieb, enthält zahlreiche unbekannte Dokumente, u. a. die vollständigen Nachschriften von Emilie Fontane in den Briefen ihres Mannes an die Tochter, etwa 60 zumeist unveröffentlichte Briefe aus dem familiären Umfeld (zu dem auch Künstlerfreunde gehören), Briefentwürfe des Autors und etwa 30 unbekannte Abbildungen. Der mit den entsprechenden Registern versehene Band wird ergänzt durch ein Nachwort der Herausgeberin.

 

► Band 3:

Theodor Fontane im literarischen Leben. Zeitungen und Zeitschriften, Verlage und Vereine.
Dargestellt von Roland Berbig unter Mitarbeit von Bettina Hartz. Berlin/New York 2000 (Schriften der Theodor Fontane Gesellschaft Bd. 3)

Ähnlich einem Handbuch informiert die Darstellung in übersichtlich gegliederten Einzelartikeln über die wesentlichen Bindungen, die Theodor Fontane zu Zeitungen und Zeitschriften sowie zu Verlagen und Vereinen unterhielt. Jeder Artikel gliedert sich in ein Kurzporträt und eine geschlossene, mit prägnanten Zitaten arbeitende Beschreibung, der ein knappes Literaturverzeichnis beigefügt ist.
Quellengestützt und lektürefreundlich schildert das Buch sowohl die einzelnen Institutionen des literarischen Lebens als auch die besondere Beziehung, die Fontane zu ihnen einging. Das journalistische und literarische Umfeld, in das Fontanes Texte gerieten, wird plastisch und faktenreich vorgestellt. Die dadurch möglich werdende Rekonstruktion ursprünglicher Kontexte führt zu überraschenden Einsichten und wirkt schematisierenden Texterklärungen entgegen. Dabei profitiert die Literaturgeschichte von der Presse- und Buchhandelsforschung und den jüngsten Untersuchungen zum Vereinswesen. Zahlreiche Abbildungen, ein umfangreiches Literaturverzeichnis und differenzierte Register bedienen weitgesteckte Leserbedürfnisse.

 

► Band 2:

Theodor Fontane und Friedrich Eggers: Der Briefwechsel. Mit Fontanes Briefen an Karl Eggers und der Korrespondenz von Friedrich Eggers mit Emilie Fontane.
Hrsg. von Roland Berbig. Berlin/New York 1997. (Schriften der Theodor Fontane Gesellschaft Bd. 2)

In diesem Band wird zum ersten Mal der Briefwechsel Fontanes mit dem Kunsthistoriker und Herausgeber des "Deutschen Kunstblattes" Friedrich Eggers veröffentlicht. Er führt den Leser in das literarische Leben im Berlin des 19. Jahrhunderts und gibt eine Fülle neuer Aufschlüsse über die Welt Fontanes, über die Personen, mit denen er zu tun hatte, und rückt mit Friedrich Eggers einen Mann ins Blickfeld, der bislang kaum Beachtung gefunden hat.
Für die Kommentierung konnte der umfangreiche Nachlaß von Eggers erstmals genutzt werden, so daß die Edition Informationen bietet, die weit über die Beziehung der beiden Briefschreiber hinausweisen. Friedrich Eggers Korrespondenz mit Emilie Fontane, Fontanes Artikel über Friedrich und Karl Eggers sowie Fontanes Gelegenheitsgedichte über Friedrich Eggers ergänzen die umfangreiche Edition.

 

► Band 1:

Theodor Fontane: Unechte Korrespondenzen 1860-1865.
Hrsg. von Heide Streiter-Buscher. Berlin/New York 1996. (Schriften der Theodor Fontane Gesellschaft Bd. 1.1)

► Theodor Fontane: Unechte Korrespondenzen 1866-1870.
Hrsg. von Heide Streiter-Buscher. Berlin/New York 1996. (Schriften der Theodor Fontane Gesellschaft Bd. 1.2)

Theodor Fontane war von 1860 bis 1870 Redakteur der "Neuen Preußischen Zeitung", der sog. "Kreuzzeitung", in Berlin. Seine "unechten Korrespondenzen", die er in großer Zahl für das orthodox-konservative Blatt verfaßt hat, spiegeln die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse im Europa der Zeit. Den Stoff dazu entnahm er vorzugsweise lithographierten Berichten deutschsprachiger Korrespondenzbüros sowie in- und ausländischen Zeitungen, die er in Berlin las und so auswertete, als säße er am Ort des Ereignisses selbst. Berichtet hat er vor allem aus Großbritannien, gelegentlich auch aus anderen europäischen Ländern.
Die Forschung hat Fontanes Jahrzehnt bei der Kreuzzeitung bisher vernachlässigt. Ursächlich dafür scheint außer der ungünstigen Quellenlage Fontanes Bemühen zu sein, diesen Lebensabschnitt aus seiner eher liberalen Alterssicht zu bagatellisieren. Seine Beiträge in der Kreuzzeitung zeigen dagegen deutlich, daß er zu jener Zeit ein überzeugender Konservativer war und insbesondere eine große innere Nähe zum Denken und Handeln Bismarcks hatte. So geben die Korrespondenzen dem bislang diffusen Bild des Fontaneschen Konservatismus schärfere Konturen.

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